Zurück
Ansprache
Seiner Heiligkeit des Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus Alexij II

nach der Übergabe der russischen Holzkirche des Heiligen Nikolaus
am 24. November 1995 in Gifhorn


Sehr geehrter Herr Wrobel, liebe Familie Wrobel !

Als ich mit dem Hubschrauber über Ihr Museum flog und eine Runde um die Holzkirche drehte, dachte ich, daß ich in Rußland wäre. Von der Gestaltung des Museumsgeländes bin ich tief beeindruckt. Besonders berührt war ich von der weithin ins Land strahlenden Schönheit der russischen Holzkirche auf ihrem Hügel. Die Kirche ist so schön, daß ich sie am liebsten mit nach Rußland nehmen möchte.

Dafür, daß die Familie Wrobel hier ein prächtiges orthodoxes Bauwerk geschaffen hat, gebührt ihr ganz große Anerkennung und Dank. Noch in hundert Jahren wird Ihrer, Herr Wrobel, und Ihrer Familie gedacht werden.

Nun, ich glaube, daß ich die Kirche nicht mitnehmen kann. Und es wird auch eine nicht mir direkt unterstehende Kirche sein, sondern sie wird zum Bestand der Russisch-orthodoxen Diözese von Berlin und Deutschland gehören, die von Bischof Feofan geleitet wird. Es ist somit die fünfte Kirche seiner Diözese, die ich heute besuche. Es ist eine Kirche von außergewöhnlicher Schönheit in der Architektur der russischen Holzbaukunst.

Der Herr möge Ihnen den Lohn schenken für Ihre Mühen um die Kirche Gottes. Wir werden noch die Gelegenheit haben, Ihnen dafür zu danken. Aber schon hier am Eingang zur Kirche sprechen Ihnen unseren herzlichsten Dank aus. Die Russisch-orthodoxe Kirche wird Ihre großzügige Spende in Form dieses Gotteshauses, das Sie mir soeben übergeben haben, nicht vergessen.

Die deutschen und russischen orthodoxen Gläubigen, die hier in der Umgebung leben, werden geistlichen Trost finden, wenn sie zu diesem herrlichen Bauwerk der russischen Holzbaukunst kommen. Aber das Wichtigste ist, daß die Gläubigen hier gestärkt werden in allgemeinen christlichen Gebeten.

Noch einmal sage ich Ihnen und Ihrer Familie Dank dafür, daß Sie mit Ihrer Kraft und Ihrer Arbeit diese prächtige Kirche gebaut haben.